Hausärztlich-Internistische Praxis Dr. med. Klaus Koester - Wilhelmshaven
Hausärztlich-Internistische Praxis  Dr. med. Klaus Koester - Wilhelmshaven

Fettstoffwechsel

Therapie der Hyperlipidämie
 

Die Hyperlipidämie wird zunächst konservativ behandelt:

  • Beseitigung zugrundeliegender Ursachen
  • Korrektur des Ubergewichts (Kost, Bewegung)
  • Lipidsenkende Kost
  • körperliche Betätigung

Eine entsprechende Diät sollte folgende Punkte berücksichtigen: 

  • Gewichtsnormalisierung (Abnahme von 0.51 kg/Woche) 
  • geeignete Nahrungszusammensetzung (55% der Nahrungsenergie aus Kohlenhydraten, bis zu 30% als Fette, davon je 10% gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie 20% als Proteine) 
  • tägliche Ballaststoffzufuhr von mindestens 35 g Cholesterinaufnahme unter 300 mg/d
  • geringe Salzaufnahme (aufgrund Blutdruckerhöhung) ca. 1000 kcal/d (Tag)

    Eine Verschärfung der Diät stellt sich folgendermaßen dar:
  • gesättigte Fette höchstens 7% der Kalorien
  • Senkung der CholesterinAufnahme auf höchstens 200 mg/d
  • Nach 3-6 Monaten konservativer Behandlung sollte über eine medikamentöse Therapie entschieden werden (bei KHK sofort).

    Medikamentöse Therapie der Hyperlipidämie:
  • wenn trotz konservativer Maßnahmen die Zielwerte nicht erreicht werden
  • weitere Fortführung, der Ernährungstherapie
  • vor Erwägung einer medikamentösen Therapie zwei Lipidprofil-Messungen
  • die Entscheidung für eine medikamentöse Therapie sollte auf den LDL-  
    Cholesterinwerten basieren (da LDL das am stärksten atherogene Lipoprotein ist)

Kontrollen sollten bis zum Erreichen des Therapieziels alle 1-3 Monate durchgeführt werden, nach Erreichen des Therapieziels alle 6-12 Monate.

Je nach Gesamtrisiko gelten für Plasmacholesterin und LDL-Cholesterin unterschiedliche Zielwerte (Empfehlungen der deutschen Lipidliga):

Erreichen von Zielwerten
 

Patienten mit  Ziel
 

< 2 Risikofaktoren*                                       
   LDLCholesterin < 160mg/di   und LDL/HDLQuotient < 3
 

>oder = 2 Risikofaktoren*                                  
   LDLCholesterin  < 130mg/dl und  LDL/HDLQuotient < 3


manifeste KHK*                                               
   LDLCholesterin < 10Omg/di und LDL/HDLQuotient < 3


*Risikofaktoren: 

 - Alter (Mann > 45 J., Frau > 55 J.), 
 - positive Familienanamnese, 
 - Diabetes mellitus, 
 - Hypertonus, 
 - Nikotin, 
 - Adipositas
 

Quelle: Deutsche Lipidliga (Parhofer; NIMWFortschr. Med. 2001 143: 2526)
 

Richtlinien zur Therapie der Hyperlipidämie
 

  • Lipidregulierende Maßnahmen sind für die Langzeitbehandlung bestimmt, manchmal lebenslang
  • Hauptziel der Behandlung ist nicht die Heilung, sondern die Senkung des zukünftigen KHK-Risikos.
  • vor dem Einsatz lipidsenkender Medikamente müssen die möglichen Ursachen der sekundären Hyperlipidämie identifiziert und so weit wie möglich beseitigt sein.
  • Lipidregulierende Medikamente sollten eingesetzt werden:        
    a.)wenn durch eine Diät das Behandlungsziel nicht erreicht wird          
    b.)zusammen mit einer Diät. Die Diät erhöht die Wirkung lipidsenkender Medikamente und sollte in jedem Fall beibehalten werden.

    Zur Auswahl eines lipidregulierenden Mittels muß der Arzt ein Lipidprofil erstellt haben, um festzustellen, ob eine Senkung von Cholesterin oder Triglyzeride oder beidem erforderlich ist

Wir sind für Sie da

Dr. med. Klaus Koester

Facharzt für Innere Medizin

Grenzstr. 4
26382 Wilhelmshaven
Telefon: 04421-99 23 03

Fax 04421-99 23 04
E-Mail: klaus.koester@i-mo.de

 

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